Drogenfrei, na ja, nicht übertreiben, erst einmal rauche ich nicht mehr…

Drama, Baby... Wir Raucher wissen auch ohne solche drastischen Drstellungen, was wir uns antun...

Als kleinen Motivator habe ich mir den weiter unten stehenden Block programmiert. So sehe ich jeden Tag, wie viele Zigaretten ich nicht mehr geraucht und wie viel Geld ich bereits gespart habe.

Wenn Ihr Euch auch wie ein Superheld fühlen wollt, könnt Ihr meinen Motivationsrechner besuchen. Dort könnt Ihr für Euch alles ausrechnen lassen.

Viel Spaß

Tagebuch

Tag 35

Unglaublich. Heute sind es 35 Tage, die ich nicht mehr rauche. Die Sucht ist scheinbar überwunden, das Verhalten ist angepasst und ich habe etliche Situationen überstanden, in denen ich für gewöhnlich zur Zigarette gegriffen hätte. Meine Laune und mein Appetit haben sich normalisiert. Die letzte Wochen waren sehr positiv. Ich kann mir immer noch nicht so ganz genau erklären, warum mir das Aufhören so leicht gefallen ist. Ich habe damals viel und leidenschaftlich geraucht. Und das ja durchaus für eine lange Zeit – über 30 Jahre. Aber ich kann auch erkennen, dass neben einer körperlichen Abhängigkeit, die nach einigen Tagen bereits überwunden ist, auch eine geistige Abhängigkeit besteht und diese ist perfide. Auch dieser Artikel entsteht, weil sich mein Geist immer noch mit dem Rauchen beschäftigt. Ich träume Szenen, in denen ich rauche, und auch tagsüber gibt es immer mal Erinnerungen an die Zigarettenpausen. Das ist es wohl, was Menschen dazu verleitet, nach Wochen, Monaten oder Jahren wieder zur Zigarette greifen lässt. Hier gilt es nun, hart gegen sich selbst zu sein und sich bewusst zu machen, was man sich da wieder antun würde… Bleibt stark und tapfer.

Tag 13-15 – geschafft? Ich glaube ja…

Heute ist der 17. Oktober. Ich rauche nun seit exakt 15 Tagen nicht mehr. Mir geht es gut und ich rauche nicht nur nicht mehr, sondern aktuell ist das Verlangen nach Zigaretten komplett weg. Von daher werde ich hier immer nur dann weitere Blogposts verfassen, wenn es berichtenswertes gibt. Zeit für eine kleine Rückblende (ich liebe Rückblenden ;o)) 02. Oktober 2017 14 Uhr: letzte Zigarette – Rettungsmittel Nikotinspray griffbereit    bis 7 Oktober: rauchfrei, zwischendurch immer mal ein „Stoß“ Nikotinspray    8. Oktober: Doofer Tag, aber alles überstanden, Plan gefasst, Sport zu treiben    9. Oktober – 16. Oktober: Über den Plan gelacht, Sport zu treiben, dabei immerhin nicht geraucht.    17. Oktober: überlegt, wann ich das letzte Mal das Nikotinspray benutzt habe… das war der 7. Oktober     Fazit: Sport, hahahaha, Sport, nee Kinners, ich kann nicht mehr. Der Nikotinentzug hat bei mir ca. 5 Tage angehalten, an den Tagen habe ich Nikotinspray benutzt, um den Rauchreflex zu unterdrücken. Danach ist es bei mir nur noch eine Sache des Geistes. Heute an Tag 15 habe ich diese Routine das Alltags auch gebrochen. Ich bin einmal gespannt, ob ich in Situationen komme, die bei mir einen Rauchreflex auslösen.

Tag 10-12

Heute ist Sonntag, der zwölfte Tag. Mir geht es gut, ich habe seit dem „Rückfall“ von letztem Donnerstag keine Situation mehr, in der ich gerne eine geraucht hätte. Merkwürdigerweise habe ich immer noch Bilder im Kopf, die mich beim Rauchen zeigen… Das ist wie eine Rückblende im Film. Schon merkwürdig, was eine Abhängigkeit mit einem macht. Versucht es mein Unterbewusstsein nun mit subtilen Methoden der Kriegsführung? Woher stammen diese Bilder? Was mich aber genauso wundert ist die Tatsache, dass ich bei diesen Bildern gar nicht mehr den Wunsch verspüre, eine zu rauchen. Das Niktoinspray steckt als Rettungsmittel immer noch in meiner Jackentasche, aber ich glaube nicht mehr an die Notwendigkeit.

Tag 7-9

Ok, ich habe es NICHT geschafft… Joggen und/oder Sport, meine ich. Das mit dem Nichtrauchen läuft immer noch gut… Seit Sonntag, Tag 5 oder der 7. Oktober habe ich auch kein Nikotinspray mehr benutzt. Ich stehe mit den rauchenden Kollegen in der Raucherpause und es juckt mich nicht. Heute Abend (Tag 9), da hatte ich ganz kurz das Gefühl: „Du musst nun eine rauchen.“ Das hat ganze 4 Minuten gedauert, da habe ich mir stattdessen ein lustiges Katzenvideo auf Youtube angesehen… und dann war es auch wieder vorbei…

Tag 6

Heute ist der erste Tag, der wirklich nicht gut ist… Ich habe fürchterlich schlecht geschlafen und dementsprechend ist auch mein Laune heute. Ich bin mies drauf, habe Konzentrationsstörungen und bin dünnhäutig. Eigentlich genau die richtige Phase für einen Rückfall. Mich wundert die Tatsache, dass das Verlangen nach einer Zigarette nicht vorhanden ist. Körperlich nicht und, was mich wirklich erstaunt, mein Geist ist auch nicht der Meinung, dass mir eine Zigarette jetzt helfen könnte. Ich habe heute auch noch nicht das Nikotinspray benutzen müssen. Ich bin mir sehr sicher, dass die Klippen noch nicht endgültig umschifft sind – auch in der Vergangenheit habe ich problemlos bis zu 14 Tagen ganz ohne Zigarette zubringen können. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass ich dieses Mal wirklich davon überzeugt bin, dass ich nicht mehr Rauchen muss… Um mich weiter zu motivieren werde ich heute anfangen, mal wieder etwas Sport zu treiben… Der Tag wird mit einer kleinen Joggingrunde enden – ok, und Muskelkater und Jammerei und Blut, Schweiß & Tränen.

Tag 4 und 5

Auch das Wochenende habe ich gut überstanden. Zwischendurch eine Portion Nikotinspray, aber wirklich wenig und sparsam. Das gesamte Wochenende vier- oder fünfmal benutzt – jeweils nur einen Sprühstoß. Langsam kommt bei mir der Geschmacksinn wieder hervor, ich kann besser schmecken und riechen. Es gibt derzeit aber auch Probleme. Ich merke, dass ich extrem schlecht schlafe. Ich wache nachts häufig auf und habe Probleme, dann wieder einzuschlafen. Auch habe ich im Augenblick sehr starken Hunger. Das muss ich die kommenden Tage etwas im Auge behalten…

Tag 2 und 3

Auch im Büro habe ich unerwartet wenig Probleme. Meinen Kollegen habe ich mitgeteilt, dass ich nicht mehr rauche – das finden die gut. Ich bin aber mit meinen Raucherkumpels zweimal raus gegangen und habe an der Raucherrunde kippenfrei teilgenommen – hat geklappt und auch keinen Suchtreflex ausgelöst. Aber auch im Büro ist die Routine gefährlich. Einen Job erledigt, schnell ein Zigarette vor dem nächsten, Moment mal, ach ja, nee, also doch nicht…

Tag 1

Ein freier Tag, wunderbar. Auch heute ging es mir sehr gut. Körperlich habe ich kein Verlangen, aber die Routine birgt Stolpergefahr. Es ist schon lustig, wie eingefahren man in seinen Verhaltensweisen ist: Frühstück, mit der halb vollen Kaffeetasse in Richtung Terrasse aufgemacht, eine Rauchen, Moment mal, ach ja, also nicht, ok… Den Tag über gut verbracht, Laune ist gut…

Tag 0

So, heute ist die Schachtel alle und ich bin Nichtraucher. Den ersten Tag habe ich gut verbracht. Abends musste ich einmal zum Nikotinspray greifen, aber sonst geht es. Wahrscheinlich werde ich aber auch sehr von der Motivation getragen.

Die Entscheidung…

So, aus, vorbei, das war es… Nach guten 34 Jahren als Raucher habe ich mich entschlossen, diese lieb gewonnene Abhängigkeit zu beenden und als Nichtraucher weiter zu leben. In der Vergangenheit habe ich das immer mal wieder (halbherzig) versucht und bin immer wieder recht schnell zu den antrainierten Ritualen zurückgekehrt. Ab heute werde ich mal so protokollieren, wie es mit diesem neuen Versuch weitergeht… Anders als bei den Vorgängerversuchen habe ich allerdings einen Plan, den ich hier kurz erläutern werde: Punkt 1 – Ich definiere mein Ziel: Ich habe noch 3 Zigaretten in meiner Packung. Ich rauche diese und bin ab dann Nichtraucher. Klingt gut, oder? Ich glaube, dass diese dramatische „Ich werfe meine Schachtel weg“ Szenen kein guter Auftakt wären. Ich will kein Drama, es war nicht alles falsch, klar waren die Kippen nicht gesund und erzeugten eine Abhängigkeit. Doch habe ich die kommunikativen Elemente einer Raucherrunde durchaus genossen. Wie jedes Suchtmittel (Alkohol, harte Drogen oder auch Zucker) ist eine Zigarette auch ein Genussmittel, Ausdruck der Coolness und ein kleiner Anker bei Stress… Ich muss nun nicht alles verteufeln, was mit Zigarettenkonsum zusammenhängt. Ich will nicht auf Raucher herabschauen und mit hochgezogener Augenbraue ein „das ist nicht gesund“ vor deren Latz knallen. Punkt 2 – Ich besorge mir ein Hilfsmittel: Ich habe in der Vergangenheit immer wieder gemerkt, dass ich Nikotin benötige, weil ansonsten meine Laune massiv in den Keller geht. Ich war heute in der Apotheke und habe mir ein Nikotinspray besorgt. Wenn der Wunsch nach einer Zigarette zu groß wird, nehme ich einen Sprühstoß und hoffe, dass das Verlangen so reduziert wird. Punkt 3 – Selbstanalyse und Stressprotokoll: Ich erfasse für mich, wann der Drang zu einer Raucherpause entsteht, was die Ursache ist und wie ich damit umgehe.